Aufschieben ist kein Disziplinproblem – Emotionsproblem | Markus Dörr

Aufschieben ist kein Disziplinproblem – sondern ein Emotionsproblem

Warum wir wichtige Aufgaben vermeiden – und wie du Aufschieberitis systematisch unterbrichst.

Warum wir nicht anfangen, obwohl wir es besser wissen

Wer aufschiebt, gilt schnell als undiszipliniert. Doch das greift zu kurz.

Psychologisch betrachtet ist Aufschieben häufig eine Form kurzfristiger Emotionsregulation.

Wir vermeiden nicht die Aufgabe. Wir vermeiden das unangenehme Gefühl, das sie auslöst.

Der psychologische Mechanismus

Unser Gehirn bevorzugt kurzfristige Entlastung gegenüber langfristigem Nutzen.

Wenn wir eine unangenehme Aufgabe meiden, sinkt die innere Spannung sofort. Kurzfristig fühlt sich das gut an. Langfristig steigt jedoch der Druck.

Typische Auslöser im Arbeitsalltag

1. Unklare Aufgaben

„Konzept überarbeiten“ ist kein Startpunkt.

2. Zu große Aufgaben

Große Aufgaben wirken wie Risiko – mögliche Kritik, möglicher Fehler.

3. Perfektionsanspruch

Je höher der eigene Anspruch, desto größer die Hemmschwelle.

Der entscheidende Perspektivwechsel

Motivation ist kein Startsignal. Motivation entsteht durch Bewegung.

Nicht „fertig machen“ senkt den Druck. Sondern „anfangen“.

Was konkret hilft

  • Aufgaben in kleinste startfähige Schritte zerlegen
  • Zeitfenster blocken statt Motivation abzuwarten
  • den ersten physischen Handlungsschritt definieren
  • Reibung reduzieren

🚀 Booster29 – Aufschieberitis stoppen

Im nächsten Booster29 am 06.03.2026 | 09:00 – 09:29 erfährst du, wie du Aufschieben im Arbeitsalltag systematisch unterbrichst.

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